Unser Wirtschaftssystem hat sich unsichtbar gemacht und entzieht sich dem Verstehen. In den letzten Jahren blieb uns oft nicht viel mehr als ein diffuses und unbefriedigendes Gefühl, dass irgendetwas schiefläuft. Aber was? Der Dokumentarfilm OECONOMIA legt die Spielregeln des Kapitalismus offen und macht in episodischer Erzählstruktur sichtbar, dass die Wirtschaft nur dann wächst, dass Gewinne nur dann möglich sind, wenn wir uns verschulden. Jenseits von distanzierten Phrasen der Berichterstattung, die ein Verstehen des Ungeheuerlichen letztlich immer wieder verunmöglichen, macht sich OECONOMIA mit viel Scharfsinn und luzider Stringenz daran, den Kapitalismus der Gegenwart zu durchleuchten. Erkennbar wird ein Nullsummenspiel, das uns und unsere ganze Welt in die Logik einer endlos fortwährenden Kapitalvermehrung einspannt – koste es was es wolle. Ein Spiel, das bis zur totalen Erschöpfung gespielt wird und vielleicht kurz vor seinem Ende steht.

Mit ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm „Work Hard – Play Hard“ setzte die Regisseurin Carmen Losmann sich mit den Wirkungen des modernen Human Ressource Managements auseinander. Mit OECONOMIA, der auf der Berlinale 2020 seine Premiere feierte und von der Kritik hoch gelobt wurde, setzte sie ihre eindringlichen Recherchen zu den zerstörerischen Grundlagen unseres Wirtschaftssystems fort und öffnet den Blick jenseits der gängigen Erklärungsmuster und Dogmen auf den Nucleus eines hochexplosiven Systems: Der Schuldner als zentraler Akteur. – Ein Film von brennender Aktualität.
Carmen Losmann ist 1978 in Crailsheim geboren und in Hohenlohe aufgewachsen. Auf ein dreijähriges Studium in Köln und England (Bachelor of Arts Marketing) folgte ein Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln mit Diplom-Abschluss im Fachbereich Film. Ihr Debütfilm – der abendfüllende Dokumentarfilm WORK HARD PLAY HARD – setzt sich mit den Wirkungen des modernen Human Resource Managements auseinander und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Grimme-Preis 2014. Für den Dokumentarfilm OECONOMIA erhielt sie das Gerd- Ruge-Projektstipendium. Carmen Losmann lebt und arbeitet in Köln und Templin.

Filmografie

2011 WORK HARD – PLAY HARD
2009 NICHT WIE JEDER

Protagonisten

Es spielen und diskutieren in der Fußgängerzone:

Samirah Kenawi

Wirtschaftspublizistin

Dag Schulze

Physiker – Monneta

Marc Sierszen

Informatiker am Institut für systemische Wirtschaftsforschung

Lino Zeddies

Volkswirtschaftler – Monetative

Stefan Krause

Diplom-Informatiker und Manager

Elsa Egerer

Volkswirtschaftlerin – Plurale Ökonomik Universität Siegen

Interviews:

Jean-Marc Decressonnière

Geschäftsleiter Freie Gemeinschaftsbank

Thomas Mayer

ehemaliger Chefvolkswirt Deutsche Bank

Peter Praet

ehemaliger Chefvolkswirt Europäische Zentralbank (bis 2019)

Armin Schlenk

Director Marketing Europe – Yaskawa

Joachim Fels

Global Economic Advisor – Pimco

Mathias Rusterholz

Senior Vermögensverwalter – PEH Wertpapier AG

Nicolas Peter

Finanzvorstand BMW Group

Michael Heise

Chefvolkswirt Allianz (bis 2019)

Andrew Bosomworth

Head of Portfolio Management Deutschland – Pimco

Crew

Regie

Carmen Losmann

Drehbuch

Carmen Losmann

Kamera

Dirk Lütter

Schnitt

Henk Drees, Carmen Losmann

Ton

Peter Rösner, Till Röllinghoff, Etienne Haug, Detlev Schmelzenbach

Produktion

Hannes Lang, Mareike Wegener

Herstellungsleitung

Anne Lessnick

Komponist

Peter Rösner

Dramaturgische Beratung

Christiane Büchner

Grafik & Titel

Michael Deeg

Postproduktion

Tolke Palm, Niko Remus

Filmpremieren

in Anwesenheit der Regisseurin

12.10.2020, 17:00 Uhr

Caligari, Wiesbaden

12.10.2020, 20:30 Uhr

Cinéma, Frankfurt/Main

13.10.2020, 15:30 Uhr

Thalia, Potsdam

13.10.2020, 18:30 Uhr

Hackesche Höfe Kino, Berlin

13.10.2020, 21:15 Uhr

fsk, Berlin

14.10.2020, 17:30 Uhr

Lichtwerk, Bielefeld

14.10.2020, 20:15 Uhr

Schauburg, Dortmund

15.10.2020, 18:30 Uhr

Cinema, Münster

16.10.2020, 18:00 Uhr

Filmforum, Duisburg

16.10.2020, 19:00 Uhr

Cinema, Düsseldorf

16.10.2020, 20:30 Uhr

Endstation, Bochum

17.10.2020, 12:00 Uhr

Schauburg, Karlsruhe

17.10.2020, 16:30 Uhr

Atelier, Tübingen

17.10.2020, 18:00 Uhr

Delphi, Stuttgart

18.10.2020, 11:30 Uhr

Cinema Arthouse, Osnabrück

18.10.2020, 14:00 Uhr

Cine K, Oldenburg

18.10.2020, 17:15 Uhr

Scala, Lüneburg

18.10.2020, 19:00 Uhr

Abaton, Hamburg

19.10.2020, 17:30 Uhr

Rex, Bonn

19.10.2020, 20:00 Uhr

Cinema, Wuppertal

20.10.2020, 18:00 Uhr

Luchskino, Halle

20.10.2020, 20:00 Uhr

Passage, Leipzig

21.10.2020, 20:00 Uhr

Schauburg, Dresden

21.10.2020, 19:00 Uhr

Moritzhof, Magdeburg

23.10.2020, 17:30 Uhr

Broadway, Trier

23.10.2020, 20:00 Uhr

Filmhaus, Saarbrücken

24.10.2020, 17:30 Uhr

PKO Dresden, Körners Corner

Previews

22.09.2020, 18:30 Uhr

Ostthüringer Dokfilmwochen | Metropol, Gera (mit Filmgespräch)

23.09.2020, 19:00 Uhr

Ostthüringer Dokfilmwochen | Kino am Markt, Jena (mit Filmgespräch)

01.10.2020, 20:00 Uhr

Neues Maxim, München

04.10.2020, 19:00 Uhr

Film Festival Cologne | Filmpalast 1 (in Anwesenheit des Filmteams)

06.10.2020, 17:00 Uhr

Film Festival Cologne | Filmpalast 3

Meiner Ansicht nach ist es Teil der herrschenden Logik, uns zum einen im Unklaren über die Zusammenhänge zu lassen und zum anderen uns glauben zu machen, es gäbe keine Alternativen. Nach der Recherche zum Film „Oeconomia“ und auch darüber hinaus kann ich nur lauthals feststellen: Es gibt viele Alternativen auf unterschiedlichen Ebenen – ein paar davon stelle ich hier zusammen.

Zunächst stelle ich einige Verweise voran, die mir während meiner Arbeit an „Oeconomia“ als wertvolle Quellen dienten, um die herrschende Ökonomie und die daraus resultierenden Problemlagen zu begreifen. Ich bin der Meinung, dass ich die Funktionsweise des Kapitalismus erst analysieren und begreifen muss, um mich in einem zweiten Schritt auf die Suche nach Alternativen begeben zu können.

Ich verstehe die folgenden Verweise als eine heterogene Materialsammlung, die aus unterschiedlichen Ansätzen und Ideen besteht. Manche davon sind sehr konkret, werden teilweise schon ausprobiert oder wären technisch gesehen morgen umsetzbar – andere davon muten utopischer oder abwegiger an. Welche Richtung, welche Idee, welcher Ansatz jetzt „die richtige Lösung“ wäre, vermag ich nicht zu sagen. Aber eines ist klar: Die herrschende kapitalistische Wirtschaft bringt uns in große ökologische, soziale und gesellschaftliche Krisen, die sich zunehmend zuspitzen werden. Und es wird dringend nötig, nicht nur über alternative Möglichkeiten nachzudenken, sondern wirklich handelnd auszuprobieren, wie die Transformation unseres Wirtschaftssystems gelingen kann.

Dieser folgende Überblick meiner Fundstücke mögen als Anregung dienen, sowohl den eigenen Erkenntnishorizont zu erweitern als auch selbst weiterzusuchen, zu forschen, zu fragen, auszuprobieren, wo die alternativen Zwischenräume, transformierenden Halbinseln oder systemverändernden Wege sind, die es zu beschreiten gilt.

Carmen Losmann

Herrschende kapitalistische Ökonomie: Analysen der Problemlage

Ungleichheit im Keystroke Kapitalismus. Über paraökonomische Bereicherung
Vortrag von Aaron Sahr

Die für mich sehr wertvollen Forschungsarbeiten des Wirtschaftssoziologen Aaron Sahr haben mich während der Arbeit an „Oeconomia“ dazu inspiriert, den Dreiklang kapitalistischer Ökonomie, bestehend aus Wirtschaftswachstum, Verschuldung und Vermögenskonzentration stärker herauszuarbeiten. Ein wichtiges Buch während meiner Recherche: „Keystroke-Kapitalismus“ von Aaron Sahr (hamburger-edition.de), sowie auch andere seiner Publikationen. vimeo

Aaron Sahrs Vortrag „Braucht der Kapitalismus eine Schuldnerberatung“ findet sich hier: vimeo

Der kapitalistische Geldkreislauf
Vortrag von Samirah Kenawi

Zum besseren Verständnis der destruktiven Dynamik der kapitalistischen Ökonomie erklärt die Wirtschaftspublizistin Samirah Kenawi anhand dieses Modells den kapitalistischen Geldkreislauf. Weitere Texte mit vertiefendem Blick auf ökonomische Zusammenhänge finden sich auf Samirah Kenawis Webseite. youtube

Hier ein ausführliches Interview mit Samirah Kenawi: vimeo

Der Wachstumszwang
Vortrag von Mathias Binswanger

In diesem Vortrag erläutert der Ökonom Mathias Binswanger seine These, warum in kapitalistischen Geldwirtschaften ein Wachstumszwang enthalten ist. Ausführlicher ist diese These in seinem Buch „Der Wachstumszwang – Warum die Volkswirtschaft immer weiterwachsen muss, selbst wenn wir genug haben.“ (mathias-binswanger.ch) erläutert. youtube

Seit wann Banken das Recht zur Geldschöpfung erhalten haben erläutert Binswanger in diesem weiteren Vortrag und verweist auf die englische Geschichte des 17. Jahrhunderts: youtube

Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation
Buch und Blog von Fabian Scheidler
Das Ende der Megamaschine legt die Wurzeln der Zerstörungskräfte frei, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. In einer Spurensuche durch fünf Jahrtausende führt das Buch zu den Ursprüngen ökonomischer, militärischer und ideologischer Macht. Fabian Scheidler erzählt die Vorgeschichte und Genese des modernen Weltsystems, das Mensch und Natur einer radikalen Ausbeutung unterwirft. Dabei demontiert er Fortschrittsmythen der westlichen Zivilisation und zeigt, wie die Logik der endlosen Geldvermehrung von Anfang an menschliche Gesellschaften und Ökosysteme zerrüttet hat. Außer diesem Buch fand ich den folgenden Artikel von Fabian Scheidler während der Recherche sehr hilfreich: Unser Leben in der Matrix. blaetter.de megamaschine.org
Geld und mehr
Webseite von Norbert Häring
Informative Webseite des Volkswirtschaftlers und Wirtschaftsjournalisten Norbert Häring, der sich kritisch mit dem herrschenden Wirtschafts- und Finanzsystem auseinandersetzt, u.a. mit Kommentaren zum aktuellen Zeitgeschehen, ausführlichen Hintergrund-Erklärungen, Dossiers und wertvollen Buchtipps. Norbert Häring wird in „Oeconomia“ von einem Protagonisten zitiert mit der Aussage: „Die ökonomische Wissenschaft dient der Verschleierung von Macht“. norberthaering.de
Volkswirtschaft als geistige Monokultur
Vortrag von Prof. Silja Graupe
Silja Graupe, Professorin für Ökonomie und Philosophie, vertritt den Standpunkt, dass gegenwärtig die Ökonomie von einer geistigen Monokultur, d.h. einem dogmatischen Mainstreamdenken (insbesondere der Neoklassik) durchsetzt ist und dabei bewusst oder unbewusst unsere Lebenswelt gestaltet. Sehr interessante historische Ausführung, wie die ökonomische Wissenschaft immer weiter ideologisch eingeengt wurde. youtube
Warum der Kapitalismus keine Marktwirtschaft ist
Interview mit Ulrike Hermann
Ulrike Hermann, Wirtschaftsjournalistin und ausgebildete Bankkauffrau, erklärt in diesem Interview anschaulich und unterhaltsam, warum Kapitalismus nichts mit Marktwirtschaft zu tun hat und warum es sich bei der „sozialen Marktwirtschaft“ um ein großes Missverständnis handelt. In einem anderen Interview „Der Kapitalismus fährt gegen die Wand und niemand erforscht den Bremsweg“ (youtube) schildert Hermann, warum der Kapitalismus kein stabiles System ist, sondern ein Prozess, der Wachstum braucht und von daher nicht einfach angehalten werden kann, ohne dass es zu einem chaotischen Zusammenbruch kommt. youtube
30 Answers on Money
Interview mit Bernard Lietaer
Der ehemalige Zentralbanker Bernard Lietaer hat mehrere lesenswerte Bücher über die Funktionsweise des Geldes und seine sozialtechnische Programmatik geschrieben. Er plädiert auch für mehr Vielfalt in den Währungssystemen. Dieses Interview gibt einen guten Einblick in seine Arbeit und Gedanken. monneta.org
Soll und Haben. Die doppelte Buchführung und die Entstehung des modernen Kapitalismus
Buch von Jane Gleeson-White
Der globale Siegeszug der doppelten Buchführung ist die große unerzählte Geschichte unserer Zivilisation. Die Autorin zeigt auf, wie wir unser Handeln ausschließlich nach Zahlen ausrichten und dabei unsere Erde zugrunde richten. klett-cotta.de
Schulden. Die ersten 5000 Jahre
Buch von David Graeber
Der Ethnologe David Graeber gibt als Motiv für das Verfassen des Buches an, dass Verschuldung nahezu jeden Aspekt unseres Lebens durchdringt und erzählt die Geschichte der Menschheit als eine Geschichte der Schulden. Außerdem belegt Graeber in seinem Buch für mich zwei wesentliche Dinge: Zum einen, dass es in der Geschichte der Menschen Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen Wirtschaftssystem gab. Zum anderen, dass eines der grundlegenden Werke der Wirtschaftswissenschaft „Der Wohlstand der Nationen“ auf einem Mythos beruht. klett-cotta.de

Veränderungsimpulse

Netzwerk Plurale Ökonomik
Das Netzwerk Plurale Ökonomik setzt sich dafür ein, dass die Realitätsferne und Eindimensionalität der herrschenden ökonomischen Lehre verändert wird - mit dem Ziel, der Vielfalt ökonomischer Theorien Raum zu geben und die Lösung realer Probleme in den Vordergrund zu stellen. Das Netzwerk richtet sich mit seinem Anliegen gezielt an Zivilgesellschaft, Politik und mediale Öffentlichkeit. Die Website bietet viele auch für Laien verständliche Informationen und vor allem die von der Pluralen Ökonomik veranstalteten Ringvorlesungen (youtube) fand ich während der Recherche zu „Oeconomia“ enorm hilfreich. plurale-oekonomik.de
Monneta - Bewegung für Geldreform in all ihren Facetten
Die Webseite bietet Informationen zu strukturellen Problemen des kapitalistischen Geld- und Wirtschaftssystems, als auch vielfältige Lösungs- und Reformansätze. monneta.org
Monetative e.V. - die deutsche Initiative für Vollgeldreform
Die Monetative setzt sich für eine Reform unseres Geldsystems ein: „Unser Geld ist menschengemacht und kein Naturgesetz. Wir können es gestalten: stabil, gerecht und demokratisch.“ monetative.de
Bürgerbewegung Finanzwende
Die Bürgerbewegung Finanzwende setzt sich u.a. für den sozialen und ökologischen Umbau des Finanzsystems ein. finanzwende.de
Reichtum umverteilen!
Ein Bündnis u.a. von Verdi, attac, Oxfam und dem BUND
Das Bündnis ruft zu mehr Steuergerechtigkeit auf und fordert die Besteuerung hoher Vermögen und Einkommen. Auch wenn eine Vermögenssteuer meiner Ansicht nach nicht ausreichend substanziell die strukturellen Probleme der kapitalistischen Ökonomie lösen kann, halte ich sie hinsichtlich folgender Aspekte dennoch für eine überaus wichtige Forderung: Zum einen wäre eine entsprechende Besteuerung sehr schnell umsetzbar (vorausgesetzt der politische Wille ist da). Zum anderen würde dadurch etwas „Re-Investitionsdruck“ aus dem System genommen und damit Zeit und Geld gewonnen, um die herrschende Wirtschaft zu einem ökologisch und sozial verträglicheren Versorgungssystem zu transformieren. reichtum-umverteilen.de
Modern Monetary Theory – eine fiskalische Theorie der Stabilisierung der Wirtschaft
Vortrag von Dirk Ehnts
Dirk Ehnts räumt mit einigen Mythen rund um das Thema der Staatsverschuldung auf und verweist in seinem Vortrag auf die „Modern Monetary Theory” als empirische Geldtheorie, die eine neue Geld- und Wirtschaftspolitik in Aussicht stellt: Statt des Vertrauens in den Markt und die Profitmaximierung sollten wir stärker auf demokratisch legitimierte öffentliche Projekte setzen, bei denen das Gemeinwohl im Vordergrund steht. Nur wenn wir den Staat als Akteur einsetzen, können wir gesellschaftliche Ziele wie eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung, eine ökologisch nachhaltige Lebensweise sowie Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreichen. youtube
Wir sind der Staat
Buch von Daniela Dahn
Die Publizistin Daniela Dahn stellt in diesem Buch die gegenwärtige Staatsform als Herrschafts- und Durchsetzungsinstrument der Eigentumsordnung dar, die im Sinne von Kapitalinteressen handelt und zur fortschreitenden ökonomischen Ungleichheit der Bevölkerung beiträgt. Sie plädiert in ihrem Buch für eine rätedemokratische Staatsform und dafür, dass die Bürger*innen ihren Staat in Besitz nehmen - auch, um die Demokratie auf die Wirtschaft auszudehnen. rowohlt.de
Denkgefängnisse sprengen - Ein radikaler Weg für neue Zukunftsbildung
Interview mit Silja Graupe
Die Professorin Silja Graupe spricht in diesem Podcast über wahrhaft neue Bildung für die komplexen Probleme unserer Zeit und formuliert die Vision der neu gegründeten Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung, nämlich eine lebensdienliche Wirtschaft zu entwickeln, in der Menschen die sozialen, ökonomischen und ökologischen Krisen aktiv überwinden können. ingostoll-audiografie.de
Beyond Ideology
Interview mit Maja Göpel
Maja Göpel, Politökonomin, Mitglied bei „Scientists For Future“ und Generalsekretärin des "Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen" (WBGU), erklärt im Interview eindrücklich, dass es wichtiger ist, unser Ökosystem zu retten, auch wenn wir deswegen ein neues Finanz- und Wirtschaftssystem brauchen. „Menschen haben noch nie Ökosysteme gebaut, aber Menschen haben schon mehrere Finanzsysteme, mehrere Varianten von Kapitalismus und auch mehrere Varianten von nicht-kapitalistischen Ökonomien gebaut.“ Deswegen sollten wir besser die menschengemachten Strukturen an unser Ökosystem anpassen und nicht umgekehrt. youtube

Ökologische und gesellschaftliche Transformation

Ausstieg aus der Megamaschine: 16-Punkte-Programm für den sozial-ökologischen Umbau
von Fabian Scheidler
Manifest für das 22. Jahrhundert: Moneyfest for Future
Buch von Samirah Kenawi

Samirah Kenawi versucht in ihrem neuen Buch die tieferen Strukturen und Zusammenhänge unserer kapitalistischen Ökonomie in kurzer und knapper Form zu verdeutlichen. Ihr Ziel ist dabei, durch Blick auf das nackte Skelett des Kapitalismus eine Basis für gemeinsames Handeln zu schaffen.

Ausführlichen Interview mit Samirah Kenawi: vimeo

Pdf
Beteilen nach Zeit. Beschreibung der grundlegenden Sozialtechnik zur Selbstorganisation der WiRschaft
Praxiskonzept von Dag Schulze

Die vom Geld dominierte Gesellschaft wird häufig als höchste gesellschaftliche Entwicklungsstufe dargestellt. Gleichzeitig müssen in einer solchen Wirtschaft die meisten Menschen mit einem großen Teil ihrer Lebenszeit dem monetären Profit in abhängigen oder selbständigen Beschäftigungen dienen. Außerdem ist heutzutage klar, dass wir das Überleben der Menschheit gefährden, wenn wir auf dieser derzeitigen Entwicklungsstufe verharren. In seinem Praxiskonzept des Beteilens skizziert Dag Schulze eine Utopie der geldfreien, globalen Gesellschaft und zeigt damit einen Entwicklungspfad auf, wie wir Menschen, in vielfältigen, global vernetzten  Gemeinschaften lebend, eine friedliche Existenz in Einklang mit allen anderen Menschen und der Natur führen könnten.

Ein ausführliches Interview mit Dag Schulze: vimeo

Pdf
Utopia 2048
Buch von Lino Zeddies
Stell dir vor, du wachst in der Zukunft auf und die große sozial-ökologische Wende ist gelungen, die Demokratie ist aufgeblüht, es herrschen Frieden und Wohlstand, die Wirtschaft ist gemeinwohlorientiert und der Klimakrise wurde erfolgreich begegnet. Wie würde diese neue Welt aussehen? Utopia 2048 führt zwei »Zeitreisende« durch Städte, Unternehmen und Institutionen einer solch inspirierenden Gesellschaft. Lino Zeddies' Zukunftsroman zeigt sehr anschaulich und konkret, was passieren würde, wenn wir die konstruktiven und emanzipatorischen Ansätze und Ideen umsetzen, die es gegenwärtig schon zuhauf gibt. Hier geht’s zu einer Leseprobe und zu der Stelle im Buch, die sich mit Geldreformen auseinandersetzt. linozeddies.de
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Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich
Buch von Charles Eisenstein
Auch die anderen Bücher von Charles Eisenstein finde ich sehr inspirierend (Renaissance der Menschheit; Ökonomie der Verbundenheit). Auf seiner Website gibt es darüber hinaus interessante Essays von Charles Eisenstein: charleseisenstein.org scorpio-verlag.de
Der symbiotische Planet oder Wie die Evolution wirklich verlief
Buch von Lynn Margulis
Das Buch einer Biologin, die mit dem darwinistischen Mainstream aufräumt („Survival of the fittest“) und dabei erforschte, dass nicht Konkurrenz, sondern kooperierende Symbiosen zum Auftreten von Neuem in der Evolution beitrugen. Damit entzieht sie unweigerlich auch dem kapitalistischen Narrativ einer naturgegebenen Konkurrenz als Mutter aller Dinge den argumentativen Boden. westendverlag.de
Indigenialität
Buch von Andreas Weber
Der Philosoph und Biologe Andreas Weber wirft in seinem Essay die Frage auf, ob unsere westliche Zivilisation nicht nur die Indigenen, sondern auch unser eigenes Denken kolonisiert hat. Dieses Denken, die westliche Weltsicht lege, so Weber, das Fundament für ein Ausbeutungsverhältnis und führe letzten Endes dazu, dass diese Welt zugrunde geht. Er stellt diesem westlichen Weltverhältnis das Modell einer existenziellen Verbundenheit mit der Natur gegenüber: „Indigenialiät heißt, sich als aktiven Teil eines sinnvollen Ganzen zu verstehen und so zu handeln, dass die eigene Lebensqualität die des Ganzen steigert.“ nicolai-publishing.com

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